Harmonie im Widerspruch

Heraklits Metaphysik und der Ursprung der
philosophischen Dialektik

 

Copyright: Eugen-Maria Schulak
Veröffentlicht in der Zeitschrift "Zeitschrift für Philosophie" (3/1999)

 

Heraklits Lehren entstanden um 500 vor Christus, zu einer Zeit, in der die griechische Kultur noch tief im Mythos stand. Philosophie war Angelegenheit versprengter Einzelner, um die sich manchmal kleine Gruppen scharten. Diese hatten untereinander zwar Kontakt, erreichten aber kaum ein öffentliches Publikum. Erst langsam wuchs das neue Denken in die alte Welt hinein, von einer philosophischen Szene war noch lange nicht die Rede. Erst etwa hundertfünfzig Jahre später, als Athen zum Zentrum avancierte, sollte das Wissen sich in etablierten Schulen sammeln und in der Folge zur Basis europäischer Wissenschaft und Bildung werden.

Als erster Sohn der ranghöchsten Familie von Ephesus war Heraklit dem Adelsstand und damit auch der Politik verpflichtet. Dennoch lehnte er zu Gunsten seines Bruders das für ihn vorbestimmte Amt des Priesterkönigs ab. Denn er verachtete die neue demokratische Verfassung, kraft derer man "die Tüchtigsten" der Vornehmen vertrieb, "den Pöbel" jedoch mitbestimmen ließ. Enttäuscht verließ er das politische Parkett. Als man ihn nun des öfteren im Tempel traf, wo er mit Burschen seiner Stadt zu würfeln pflegte, und man sich neugierig an ihn herandrängte, soll er gerufen haben: "Was wundert ihr euch, ihr heilloses Gesindel?" (Anm.1). Schließlich, so die Legende, habe Heraklit die Stadt verlassen, einsam im Gebirge gelebt und sich von Gras und Wurzeln ernährt. Zuvor noch hatte er sein Buch der Göttin Artemis geweiht und es im Tempelschrein deponiert. Krank, an Wassersucht leidend, sei er irgendwann nach Ephesus zurückgekehrt und einsam und qualvoll gestorben.

Da jenes Buch dem Inhalt und der Form nach einzigartig war, gelangte es recht bald zu Ruhm und wurde in der Folge eines der meistzitierten Werke der Antike. Ganz im Bewusstsein seiner Größe schreibt Heraklit verachtend über die Vergangenheit: Homer und Hesiod bezeichnet er als Lügner, Pythagoras als einen Schwätzer, der sein Wissen bloß von anderen gestohlen habe. Selbst an Xenophanes übt Heraklit Kritik, obwohl er dessen Gottesbild der Form nach übernimmt. Das rein geistige, dem Menschlichen völlig unverwandte Wesen Gottes und die Abkehr von der religiösen Tradition, welcher Xenophanes erstmals Gestalt gab, stehen auch bei Heraklit im Zentrum. Xenophanes war - mit Ausnahme der Urgestalt des Anaximander - der Einzige, an dem sich Heraklit orientierte, angeblich auch der Einzige der Philosophen, den er persönlich kannte.

Von jenem Buch, das einst in Ephesus geschrieben wurde, stehen nur mehr hundertdreißig Textfragmente zur Verfügung. Mit Ausnahme der Einleitung ist ihre Reihenfolge nicht mehr rekonstruierbar. Trotzdem ist ein Zusammenhang gegeben, da sich wenige Themen in fast allen Fragmenten finden, einige Grundgedanken immer wiederkehren. Allein der Stil ist schon bemerkenswert. Oft redet Heraklit in Bildern, die zwar unmittelbar ansprechen, aber doch auch Rätsel aufgeben. Fast jeder seiner Sätze bildet ein geschlossenes, für sich interpretierbares Ganzes. Beinahe der gesamte Inhalt seiner Lehre ist in prägnanten Aphorismen formuliert, die ihm auf Grund der Dichte der Gedanken schon in der Antike den Beinamen "der Dunkle" eintrugen: "Es heißt, Euripides hätte dem Sokrates die Schrift des Heraklit gegeben und gefragt: "Was hältst du davon?". Da hätte der geantwortet: "Was ich verstanden habe, ist vortrefflich, - ich bin überzeugt, auch, was ich nicht verstanden habe. Aber es bedarf eines delischen Tauchers." (Anm.2).

Wie für Xenophanes ist auch für Heraklit das Göttliche ein Geistiges. Er nennt es "Logos" (sinnerfülltes Wort, vernünftige Rede, Vernunft, Weltvernunft, Weltgesetz) und manchmal auch "Blitz", "Feuer" und "Verhängnis". All diese Worte bedeuten ihm ein und dasselbe, nämlich jene ordnende Kraft, welche "alles auf alle Weise zu steuern weiß" (Anm.3), welche in den Prozessen der Natur das Gemeinsame, der Zusammenhang ist. Wo Barbarenseelen das Walten obskurer Götter oder gar Chaos vermuten, erkennt der Philosoph die Ordnung. Und er erkennt sie deshalb, weil er sich selbst als einen Teil von ihr begreift und sie in Form seiner Vernunft auch aktiv benutzt.

Bereits die Einleitung des Buches, die uns durch Zufall noch erhalten ist, beschreibt den Logos als zentralen Wert. Voll Leidenschaft beschwört hier Heraklit die Göttlichkeit des Denkens, die allerdings nur wenigen zuteil wird: "Dies Weltgesetz, diese Lehre hier (Logos), ihren Sinn, der doch ewig ist, begreifen die Menschen nicht, weder bevor sie davon gehört haben, noch sobald sie davon gehört haben. Denn obgleich alles nach diesem Gesetz geschieht, machen sie einen Eindruck, als ob sie nichts davon ahnten, wenn sie sich an solchen Worten und Werken versuchen, wie ich sie verkünde, indem ich ein jedes nach seiner Natur zerlege und klarmache, wie es sich damit verhält. Die andern Menschen aber wissen ebensowenig, was sie im Wachen tun, wie sie sich erinnern, was sie im Schlaf tun. Daher muss man dem Gemeinsamen folgen. Obgleich aber das Weltgesetz (Logos) allem gemeinsam ist (alles regiert), leben doch die Vielen, als ob sie eine eigene Denkkraft hätten." (Anm.4)

 

Die Natur hält sich versteckt

Heraklit ist überzeugt, dass "alles eins" (Anm.5) ist, weil letztlich "alles", die äußere Natur wie auch das Denken selbst, "nach diesem Logos geschieht" (Anm.6). Hier gibt es eine allen Dingen inhärente Kraft, ja eine Logik, "die alles durch alles lenkt" (Anm.7). Jene Gesetzlichkeit gilt es im Denken zu entdecken und in klaren Worten darzulegen. Doch ist ein hohes Maß an Wachsamkeit geboten, denn jener Logos zeigt sich in jedem Ding auf andere und auf zumeist verborgene Weise. Die "Natur", so Heraklit, "pflegt sich versteckt zu halten" (Anm.8). Die Logos-Arbeit hat daher stets auf die Zeichen der verborgenen Strukturen zu achten. - Dass diese Arbeit an uns selbst und an der Welt historisch eben erst begonnen hatte, war Heraklit zutiefst bewusst.

Die Einheit jenes geistigen Prinzips stellt in der materiellen Dingwelt sich als widersprüchlich dar. "Die Dinge (dieser Welt)" ergeben erst in ihrer Gegensätzlichkeit ein Ganzes, sind erst "durch ihren Gegensatz vereint" (Anm.9). Will man auf dieser Welt etwas begreifen, muss man in Widersprüchen denken lernen. Denn alles, was es in der Dingwelt gibt, liegt bloß in Gegensätzen vor, lässt sich auf solche reduzieren und wird erst innerhalb solcher deutlich. Und hat man einmal etwas durch und durch begriffen, so wird ein Widerspruch geistig auf eine Bahn gebracht, das innewohnende Gesetz erkannt. Hier gibt es eine Ordnung, die dem Chaos eignet, und diese gilt es zu durchschauen. Ob diese Ordnung göttlich oder menschlich ist, darüber ist sich Heraklit wohl selbst nicht klar: "Das eine Weise, das einzig und allein ist, ist nicht bereit und doch wieder bereit, mit dem Namen des Zeus benannt zu werden" (Anm.10).

"Logos" ist also jener Sinn, der innerhalb des Widerspruchs sich als Struktur erkennen lässt, der gegensätzliches Geschehen zu verwalten scheint. "Kaltes wird warm, Warmes kühlt sich ab, Feuchtes trocknet, Trockenes wird feucht" (Anm.11), dieses verwandelt sich in jenes, und jenes in dieses. Prinzipien bekämpfen einander, und doch sind sie ein Ganzes: und deshalb, weil sie verstehbare Strukturen haben und ein Gesetz in ihnen wirkt, welches die Weltvernunft, der Logos ist. Zwar ist der Kosmos Kampfplatz prinzipieller Gegensätze. Begreift man jedoch deren Wirkungsweise, so werden all die Widersprüche als Notwendigkeit durchschaut. Der Zusammenhang ist hergestellt, was einen Blick aufs Ganze freigibt: "Das Widerstrebende vereinigt sich und aus den entgegengesetzten Tönen entsteht die schönste Harmonie, und alles Geschehen erfolgt auf dem Weg des Streites" (Anm.12).

 

Keine Harmonie ohne Gegensätze

Der Streit, in Worten und in Werken, als Diskussion und auch als Krieg, ist jener Akt, in dem die Widersprüchlichkeit für uns erstmals erkennbar wird. Im Zuge streitender und kriegerischer Akte tritt dann die Ordnung, als Struktur, als Hintergrund der Handlung, nach und nach ins Licht. Schließlich zeigt sich im Idealfall für den philosophischen Betrachter der Zusammenhang, quasi der Sinn. Im Zuge dialektischer Prozesse bewegt das Denken sich demnach auf Einheit zu. Am Ende dieses Weges, der ein Lernen und Erkennen ist, steht Klarheit über das, was vorgefallen ist.

"Man muss wissen", schreibt Heraklit, "dass der Kampf das Gemeinsame ist und das Recht der Streit, und dass alles Geschehen vermittels des Streites mit Notwendigkeit erfolgt" (Anm.13). Auch die Gerechtigkeit ist demnach nicht ohne die Zusammenfügung widerstrebender Interessen zu denken. Alles, was Objekt menschlicher Erkenntnis werden kann, die Gegenstands- und die soziale Welt, besteht als ein aus Gegensätzlichem Vereintes. Aristoteles berichtet, dass Heraklit den Dichter des Verses: "Möchte doch der Streit aus Himmel und Erde verschwinden!" (Anm.14), getadelt haben soll. Denn "es könne keine Harmonie geben, wenn es nicht hohe und tiefe Töne gebe, und kein Lebewesen ohne das Dasein von männlichen und weiblichen Prinzipien, die einander entgegengesetzt seien" (Anm.15). "Die Menschen begreifen nicht", so Heraklit in einem anderen Fragment, "dass es, auseinanderstrebend, mit sich selber übereinstimmt: widerstrebende Harmonie wie bei Bogen und Leier" (Anm.16). Spannungen, wie etwa zwischen Bogen und Saite, lösen sich kraft kunstvoller Fertigkeiten letztlich in harmonische Schwingungen auf.

An einer Vielzahl anschaulicher Bilder wird die Einheit gegensätzlich wirkender Teile beschrieben, so anhand der Schraube, des Weges und des Kreises: "Der Walkschraube Bahn (Spiralenschraube der Walkerpresse), gerade und krumm, ist ein und dieselbe" (Anm.17), "Der Weg hin und her ist ein und derselbe" (Anm.18), "Gleich ist Anfang und Ende auf der Kreislinie"(Anm.19). In diesem Zusammenhang stehen auch die berühmten Flussfragmente: "Es ist unmöglich, zweimal in denselben Fluss zu steigen (...)" (Anm.20), "Denen, die in dieselben Flüsse steigen, strömen immer neue Gewässer zu (...)" (Anm.21), "In dieselben Flüsse steigen wir und steigen wir nicht, wir sind und wir sind nicht" (Anm.22).

 

Der Krieg als Vater aller

Die Welt ist demnach ewiger Prozess: Bewegung und Wechsel, Krieg und Vergänglichkeit prägen ihr Erscheinungsbild; der "Kampf ist der Vater von allem, der König von allem (...)" (Anm.23). Dennoch ist in allem Logoshaftes, "erglimmend nach Maßen und erlöschend nach Maßen" (Anm.24). So hat auch jeder Einzelne die Chance, in sich ein Feuer zu entzünden, "die Fähigkeit, sich selbst zu erkennen und vernünftig zu denken" (Anm.25). Dem Menschen, als einem Bestandteil der vom Logos strukturierten Welt, ist es gegeben, den Gesamtprozess allmählich zu verstehen. Zwar ist es keineswegs ein Leichtes, all die Rätsel der Natur zu lösen, doch da der Logos ausnahmslos in allem wirkt, können wir kraft des Logos sowohl die Natur als auch uns selbst enträtseln. Dass diese Fähigkeit tatsächlich auch zum Tragen kommt, ist aber selten. Die "Vielen" sind geistig faul und "vollgefressen wie das Vieh" (Anm.26).

Heraklits Lehren wurden in der Antike vielfach diskutiert. Platon, die Stoiker, die Sophisten und die Skeptiker zitierten ihn voll Stolz - jeweils in Hinblick auf das eigene Konzept. Bis in die Neuzeit spornte jener Philosoph aus Ephesus speziell die dichterischen Denker an: Goethe, Novalis und Hölderlin, Nietzsche und Heidegger wurden von Heraklit zutiefst bewegt. Der Einzige jedoch, der jenes Weltbild direkt übernahm, war Hegel. Einzig in Hegels Denken kommt die Lehre des Ephesiers noch einmal voll zur Geltung. Der Widerspruch in seiner Einheit wurde zum Kraftfeld der dialektischen Philosophie.

 

Hegel als Schüler Heraklits

"Was vernünftig ist, das ist wirklich, und was wirklich ist, das ist vernünftig" (Anm.27), Vernunft und Wirklichkeit, Logos und Dingwelt, sind auch für Hegel letztlich eins. Doch beides zeigt sich, wie für Heraklit, bloß widersprüchlich und gespalten. Inwiefern kann das Wirkliche dann aber vernünftig und das Vernünftige auch wirklich sein? Zumal der Widerspruch ja jenes ist, was die Vernunft stets zu vermeiden sucht?

Für Hegel geschieht dies auf zweifache Weise: Zum einen ist im Geiste Gottes das Wirkliche tatsächlich mit dem Vernünftigen identisch, ewig und ohne Widerspruch: In der Idee Gottes liegt das wahre Sein, der Logos, ungebrochen vor. Zum anderen stellt auf der Welt und auch im Denken, beides Abglanz der göttlichen Idee, der Widerspruch, als Folge dieses Abglanz-Seins, exakt jene Bewegung dar, welche die Wirklichkeit des Menschen erst eigentlich vernünftig macht. In anderen Worten: Nur die göttliche Idee ist wahrhaft, wirklich und vernünftig. Setzt Gott seine Idee um, schafft er Welt und Mensch, zerfällt jene Idee notwendig in unzählige Widersprüche. Das ist der Preis ihres Gegenständlich-Werdens. Die Zerrissenheit, die Zersplitterung, ist bloß die Folge ihrer Materialisation in der Dingwelt. Doch diese Widersprüchlichkeit in allem trägt jene Göttlichkeit, wenn auch verborgen, weiterhin in sich und birgt letztendlich eine ungeheure Chance. Denn Widerspruch ist Kampf, ist Werden und Prozess. Dank seiner Kraft entwickeln sich das Denken und die Welt. Auf Grund des Widerspruchs wird Gottes Idee, der Logos, in der Zeit auch für uns Menschen sichtbar.

Je exakter, so meint Hegel, man im Laufe der Geschichte jene Widersprüchlichkeit in allem formulieren konnte, desto höher wurde auch der Erkenntnisgewinn, desto eher gelang es auch, die Welt in ihrer Eigengesetzlichkeit zu verstehen. Hegel spricht diesbezüglich von "Versöhnung", von "Aufhebung" der Gegensätze, von Entwicklung zum Wahren hin. Könnte ein philosophisches System gar alle Widersprüche formulieren und sie in brauchbares Wissen verwandeln, so käme die Idee Gottes, jener Logos, auch tatsächlich zum Vorschein. Es käme jene Klarheit zustande, welche bis dahin stets verschlossen blieb. Die Wirklichkeit würde dann auch für uns vernünftig werden. Die höchste Aufgabe der Vernunft ist demnach die Zusammenschau und Vereinigung des in die Vielheit Zerfallenen, dessen Rückführung in die eine göttliche Idee. Und genau das ist es, was Hegels Philosophie auch beabsichtigt: "Das Wahre ist das Ganze. Das Ganze aber ist nur das durch seine Entwicklung sich vollendende Wesen. Es ist von dem Absoluten zu sagen, dass es wesentlich Resultat, dass es erst am Ende das ist, was es in Wahrheit ist; und hierin eben besteht seine Natur, Wirkliches, Subjekt oder Sichselbstwerden zu sein" (Anm.28).

Wenn alle Gegenstände unseres Nachdenkens sich innerhalb von Widersprüchen bewegen, d.h. "entgegengesetzte Bestimmungen in sich" enthalten, dann kann "das Erkennen und näher das Begreifen eines Gegenstands", so Hegel, nur so viel bedeuten, als "sich dessen als einer konkreten Einheit entgegengesetzter Bestimmungen bewusst zu werden" (Anm.29). Unser Denken hat das Widersprüchliche umfassend aufzugreifen und es aus seiner Widersprüchlichkeit heraus zu einem Ganzen hin zu entwickeln. Nur auf diese Art kann die Wirklichkeit auch für uns werden, was sie an sich ohnehin schon ist: vernünftig, an und für sich vernünftig, oder besser: göttlich geistig.

Metaphysik ist letztlich schöpferische Philosophie: Ihr Wert ist der des Kunstwerks, ihr Wesen ist die Einheit von Bekenntnis und Erkenntnis, ihr Ziel ist die Verschmelzung des Menschlichen mit dem Kosmischen. Sie ist die Suche nach dem alles enthaltenden und alles erhaltenden Kern, nach der von allen Dingen gelösten und alle Dinge erst lösenden Abstraktion; das Trachten nach dem Überbegriff, der alles durch alles erleuchtet; die Begierde nach einer Wortskulptur, welche den Blick aufs Ganze freigibt. Sie ist die Sehnsucht nach der Homogenität; die Phantasie, dass unser Denken an einem Punkt zusammenfließt; der Wunsch, dass dieses Eine dann die Welt endlich plausibel und erklärbar macht. Sie ist die wütende, maßlose Frage nach dem Ewigen, Grundlosen, in sich ruhenden und sich selbst bejahenden Absoluten. Metaphysik ist Philosophie an der Kippe: Heraklit hat sie begründet, Hegel war ihr letzter großer Vertreter. - Mit Tränen des Zorns und der Begeisterung brüllt Heraklit ins Tal: "Eins ist alles!"


 

Anmerkungen


1.   Diogenes Laertius, Leben und Meinungen berümter Philosophen, Klaus Reich (Hrsg.), Hamburg 1990, 2 Bände in einem Band, Bd.2, 160.
2.   Heraklit, in: Bruno Snell (Hrsg.), Heraklit. Fragmente, München-Zürich 1989, Fr. A4, 47.
3.   Heraklit, in: Hermann Diels, Walter Kranz (Hrsg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, Hildesheim 1989, Bd. 1, Fr. 41, 160.
4.   Heraklit, in: Wilhelm Capelle (Hrsg.), Die Vorsokratiker, Stuttgart 1968, Fr. 31, Fr. 32, 135f..
5.   Heraklit, in: Capelle, Fr. 9, 131.
6.   Heraklit, in: Capelle, Fr. 11, 132.
7.   Heraklit, in: Capelle, Fr. 13, 132.
8.   Heraklit, in: Mansfeld, Fr. 27, 253.
9.   Heraklit, in: Capelle, Fr. 23, 134.
10. Heraklit, in: Mansfeld, Fr. 44, 257.
11. Heraklit, in: Mansfeld, Fr. 65, 263.
12. Heraklit, in: Capelle, Fr. 25, 134.
13. Heraklit, in: Capelle, Fr. 30, 135.
14. Homer, Ilias 18, 107.
15. Heraklit, in: Capelle, Fr. 24, 134.
16. Heraklit, in: Capelle, Fr. 27, 134.
17. Heraklit, in: Snell, Fr. 59, 21.
18. Heraklit, in: Snell, Fr. 60, 21.
19. Heraklit, in: Snell, Fr. 103, 33.
20. Heraklit, in: Mansfeld, Fr. 96, 273.
21. Heraklit, in: Mansfeld, Fr. 93, 273.
22. Heraklit, in: Mansfeld, Fr. 95, 273.
23. Heraklit, in: Capelle, Fr. 29, 135.
24. Heraklit, in: Diels/Kranz Bd. 1, Fr. 30, 158.
25. Heraklit, in: Capelle, Fr. 89, 149.
26. Heraklit, in: Diels/Kranz Bd. 1, Fr. 29, 157.
27. Hegel, in: Eva Moldenhauer, Karl M. Michel (Hrsg.), Werke in 20 Bänden, Frankfurt am Main 1986, Grundlinien der Philosophie des Rechts, Vorrede, Bd. 7, 24, sowie Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften, § 6, Bd. 8, 47.
28. Hegel, Phänomenologie des Geistes, Vorrede, Bd. 3, 24.
29. Hegel, Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften, § 48, Bd. 8, 128.